Lesung

Heimspiel 2010. Lange Nacht der Düsseldorfer Literatur

Samstag, 3. Juli 2010, 18 Uhr
Veranstalter: Literaturbüro NRW
Ort: Bilker Straße, D-40213 Düsseldorf

Im Rahmen der »Langen Nacht der Düsseldorfer Literatur« hat (auch) unser Autor, Henning Heske, ein Heimspiel. Er liest in der Rubrik Auf die Folter (Krimis und Kolumnen) um

  • 20.00 Uhr in der Schumann-Gedenkstätte, Bilker Straße 15, D-40213 Düsseldorf - gemeinsam mit Jörg Isringhaus [mit musikalischen Zwischenspielen von Helmut Götzinger (Flügel, Tafelklavier) und Birgit Riepe (Saxophon)] und um
  • 22.00 Uhr in der Distille, Bilker Straße 46, D-40213 Düsseldorf - gemeinsam mit Stefanie Koch.

Werner Spies: Begegnung mit David Lynch

Mittwoch, 14. April 2010, 20 Uhr
Veranstalter: Buchhandlung & Galerie Böttger
Ort: Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn
Preis: 8,- €

Prof. Dr. Werner Spies: Begegnung mit David Lynch

Moderation: Andreas Platthaus, FAZ

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Werner Spies hatte von 1975 bis 2002 den Lehrstuhl  »Kunst des 20. Jahrhunderts« an der Staatl. Kunstakademie Düsseldorf inne und war von 1997 bis 2000 Direktor des Musée national d’art moderne im Centre Pompidou. Seit 1964 schreibt er regelmäßig für die FAZ. Er organisierte zahlreiche Ausstellungen von internationaler Bedeutung, darunter »Paris-Berlin« im Centre National Georges Pompidou; »Max Ernst« (London, Paris, Stuttgart, Düsseldorf, München, Zürich, Berlin, Tokio, Madrid); »Picasso« (München, Köln, Frankfurt am Main, Zürich, Tokio, Kyoto).
Andreas Platthaus, 1966 in Aachen geboren, studierte in Tübingen Rhetorik, Philosophie und Geschichte, u.a. bei Rüdiger Bubner und Manfred Frank.  Zum Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stieß er 1997. Er ist einer der Stellvertreter des Ressortleiters und verantwortet seit 2008 die Wochenendbeilage »Bilder und Zeiten«. Er beschäftigt sich intensiv mit der Kunst der Comics und gilt auf diesem Gebiet als herausragender Spezialist. Seit 1998 erschienen mehrere Bücher von ihm, darunter die Biographie »Alfred Herrhausen – Eine deutsche Karriere« (2006), zahlreiche Veröffentlichungen zur Comic-Literatur und im Herbst 2009 der Roman »Freispiel«.

Hinweis:
Die Ausstellung »David Lynch – Dark Splendor« im Max Ernst Museum Brühl ist bis zum 18. April 2010 verlängert worden.
Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag, 11–18 Uhr, Informationen zu der Ausstellung unter: www.maxernstmuseum.lvr.de

Katalog zur Ausstellung:
David Lynch – Dark Splendor. Raum Bilder Klang. Hrsg. von Werner Spies. 349 S. mit 190 Farbabb. Hatje Cantz 2009. Geb. 45,- €

Der Band enthält Beiträge von Werner Spies, Dietmar Dath, Stefanie Diekmann, Thomas W. Gaehtgens, Andreas Platthaus und Peter-Klaus Schuster.

Download:

Lesung: Barbara Bongartz liest aus ihrem Roman "Perlensamt"

Montag, 26. April 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: HSL - Haus der Sprache und Literatur (Bonn)
Ort: Adenauerallee 136, D-53113 Bonn
Preis: 7,- / 5,- € (Abendkasse: 1,- € Aufschlag)

Der amerikanische Kunsthistoriker Martin Saunders, der in Berlin lebt, lernt durch Zufall David Perlensamt kennen – einen eigenartig anziehenden, geheimnisvollen Menschen. Wenige Tage nach dieser Begegnung geschieht in Perlensamts Wohnung in der Fasanenstraße ein Mord. Fast zur selben Zeit wird dem Auktionshaus, für das Saunders arbeitet, ein Gemälde von Courbet angeboten. Exakt das Bild, das Saunders in der Wohnung Perlensamts gesehen hat. »Perlensamt« ist ein Kriminal- und Gesellschaftsroman, der das große Thema Raubkunst aufblättert – und auf den Spuren bedeutender Werke und ihrer »Sammler« zwischen Berlin, Paris und New York wandelt.

Barbara Bongartz, 1957 in Köln geboren, studierte u.a. Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Paris, München, Köln. Sie war Assistentin am Theaterwissenschaftlichen Institut der Universität Köln. 2001 erschien, nach zahlreichen anderen Publikationen, ihr Roman »Die amerikanische Katze«, eine Liebeserklärung an New York, 2007 der autobiographisch geprägte Roman »Der Tote von Passy«. Im Herbst 2009 folgte dann »Perlensamt«. Ihr Essay »Topmodel« wurde im Februar 2010 veröffentlicht. Barbara Bongartz lebt als Schriftstellerin in Berlin.


Ruth Rehmann liest aus ihrem Roman "Ferne Schwester"

Mittwoch, 21. April 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: HSL - Haus der Sprache und Literatur (Bonn)
Ort: Adenauerallee 136, D-53113 Bonn
Preis: 6,- / 4,- € (Abendkasse: 1,- € Aufschlag)

Ende der vierziger Jahre: Die junge Madeleine hat im Zweiten Weltkrieg alles verloren, Familie und Heimat. Ihr Traum, einen Neuanfang zu machen, erfüllt sich nicht. Als auch die Liebe zu Anton scheitert, wagt sie den großen Schritt. Madeleine schließt sich einer Gruppe deutscher Journalisten an, die als Erste über Frankreich nach Algerien reisen dürfen. Doch dort scheint sich schon der nächste Krieg anzubahnen. Ruth Rehmann erzählt von einer jungen Frau, die die Enge des zerstörten Europa der Nachkriegszeit hinter sich lässt und erst in der Fremde ihre eigene Geschichte versteht.

Ruth Rehmann wurde 1922 in Siegburg als jüngstes Kind einer evangelischen Pfarrersfamilie geboren. Sie studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Musikwissenschaft und besuchte ab 1943 die Meisterklasse (Violine) der Musikhochschulen in Berlin und Köln. Nach dem Krieg folgten erste solistische Auftritte. Von 1950-58 arbeitete sie als Pressereferentin in Bonn. 1958 nahm sie am Treffen der Gruppe 47 teil und las dort aus ihrem ersten Roman. Von 1972-76 war sie Lehrerin für Deutsch und Englisch. Ruth Rehmann lebt im oberbayerischen Trostberg.


Reinhard Kaiser berichtet aus der Übersetzerwerkstatt: H.J.C. von Grimmelshausen - Der abenteuerliche Simplicissimus Deutsch

Donnerstag, 15. April 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: HSL- Haus der Sprache und Literatur (Bonn)
Ort: Adenauerallee 136, D-53113 Bonn
Preis: 7,- / 5,- € (Abendkasse: 1,- € Aufschlag)

Als ein »Literatur- und Lebensdenkmal der seltensten Art« bezeichnete Thomas Mann den »Simplicissimus« des 1621 oder 1622 geborenen Grimmelshausen. Das Buch hat bis heute nichts von seiner Lebendigkeit eingebüßt, was ganz gewiss daran liegt, dass es nicht einfach nur ein Roman ist. Es ist Abenteuerroman, Bildungsroman, Schelmenroman, phantastischer Reisebericht, fiktive Autobiographie, Satire, Groteske, Robinsonade, Gesellschaftsroman und Sittenroman.
Obwohl Grimmelshausen nur ein paar Jahre die Lateinschule besucht hat, steckt sein Werk voller selbst angelesener Gelehrsamkeit, die bereits bei den zeitgenössischen Lesern eine gewisse Bildung voraussetzte.
Für heutige Leser kommt noch die Sprachbarriere hinzu, denn das barocke Deutsch des 17. Jahrhunderts ist uns inzwischen ebenso fremd wie das Mittelhochdeutsche.
Um dieses Weltbuch einem breiten Publikum wieder zugänglich zu machen, hat der aus Viersen stammende Autor (u.a. Niederrheinischer Literaturpreis 2003) und Übersetzer (u.a. von Irene Dische und Susan Sontag) Reinhard Kaiser es mit großem Gespür für den Rhythmus, den Ton und den Geist des ursprünglichen Textes in ein modernes Deutsch »übersetzt« und mit Anmerkungen versehen.


Gregor Seferens berichtet aus der Übersetzerwerkstatt: Maarten 't Hart - Der Schneeflockenbaum

Mittwoch, 24. März 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: HSL - Haus der Sprache und Literatur (Bonn)
Ort: Adenauerallee 136, D-53113 Bonn
Preis: 6,- / 4,- € (Abendkasse: 1,- € Aufschlag)

Seit dem Erscheinen von »Das Wüten der ganzen Welt« gehört Maarten ’t Hart in Deutschland zu den meistgelesenen Autoren niederländischer Sprache. In seinem jüngsten Roman »Der Schneeflockenbaum« erzählt er die Geschichte einer Freundschaft. Schon seit der Kindergartenzeit ist der Erzähler des Buchs mit Jouri befreundet. Dagegen können auch die Eltern nichts machen, denen es gar nicht recht ist, dass ihr Sohn engen Umgang mit dem Sohn eines ehemaligen SS-Freiwilligen pflegt. Und auch die Tatsache, dass Jouri ihm immer wieder fast zwanghaft die Freundinnen ausspannt, tut der Freundschaft keinen Abbruch.
Maarten ’t Hart entführt seine Leser in die Niederlande der fünfziger, sechziger und siebziger Jahre, in die kleinbürgerliche Welt religiösen Sektierertums, der die beiden Jungen dank ihrer Intelligenz entfliehen können. Doch auch eine erfolgreiche Universitätskarriere bewahrt sie nicht vor den Irrungen und Wirrungen des Herzens.

Gregor Seferens gehört seit Jahren zu den renommiertesten Übersetzern niederländischer Literatur. Er übertrug u.a. Bücher von Harry Mulisch, Anna Enquist und Geert Mak.


Bodo Primus liest aus "Simplicius 45" von Heinz Küpper

Mittwoch, 28. April 2010, 20 Uhr
Veranstalter: Buchhandlung & Galerie Böttger
Ort: Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn
Preis: 7,- Euro

»Simplicius 45« erscheint zeitlich zum Gedenken an das Ende des NS-Regimes und des Zweiten Weltkriegs vor 65 Jahren. Die von dem renommierten Sprecher Bodo Primus vorgetragenen Romanpassagen werden eingerahmt von authentischem Film- und Bildmaterial vom Kriegsende im Rheinland, darunter seltene Farb- und Privataufnahmen aus dem Archiv der Konejung Stiftung: Kultur.

Bibliografisch:
Heinz Küpper: Simplicius 45. Hrsg. v. der Konejung Stiftung: Kultur in der Rheinischen Edition im Verlag Ralf Liebe, bearb. v. Armin Erlinghagen. Neuausgabe, ca. 300 S., geb., ISBN 978-3-941037-45-8, Euro 20,-

► Info + Reservierung: buchhandlung-boettger.de


"The Kraut". Marlene Dietrich-Abend mit Elke Bludau.

Freitag, 26. März 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: lichthof, Familie Brombach
Ort: Ühmichbach 7, D-53797 Lohmar-Deesem
Preis: 19,50 €

Paris, 1987. Die alternde Diva in ihrer Wohnung, die keine Besuche mehr empfängt und sich selbst zur Einsamkeit verurteilt hat, blickt zurück auf die Zeit in Paris 1944.
"The Kraut" nämlich lautet der Sptzname, den Ernst Hemingway der Dietrich gab und den diese aus seinem Mund nicht als Schimpfwort, sondern als Kompliment empfand. Sie selbst nannte ihn im Gegenzug »Papa«. Beide kämpften unabhängig voneinander in der US-Army gegen die Nazis und trafen sich im September 1944 nach der Befreiung von Paris im dortigen »Ritz«. Sie genossen an der Bar ein paar Stunden lang die Atempause vom Krieg, von dem sie nicht wussten, wie er ausgehen würde.
Dieser Abend in Paris, an den sich die alte Marlene erinnert, hätte leicht der letzte sein können, an dem »Papa« und »the Kraut« miteinander reden, singen und trinken konnten.

Eine einmalige Zeitreise, die zugleich eine musikalische Hommage an die große Marlene Dietrich darstellt.

► Info + Anmledung unter: lichthof-deesem.de


Geschwister Scholl. Briefe und Aufzeichnungen

Samstag, 23. Januar 2010, 20 Uhr
Veranstalter: Buchhandlung & Galerie Böttger
Ort: Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn
Preis: 6,- €

... vorgestellt von Michael Klevenhaus

Am 22.02.1943 wurden Hans und Sophie Scholl in München-Stadelheim hingerichtet.
Die Lesung aus den Briefen von Hans und Sophie Scholl gibt tiefe Einblicke in das Denken der Geschwister, das zum Widerstand der Weißen Rose führte. Ein Widerstand, der mit ihrer Verhaftung und Hinrichtung im Februar 1943 endete und der für die Verteidigung der Freiheit bis heute ein Vorbild ist.


Ludwig Verbeek: "Die Währung der Wörter"

Donnerstag, 18. Februar 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: Haus der Sprache und Literatur - HSL
Ort: Adenauerallee 136, D-53113 Bonn
Preis: 5,- €/erm. 3,- € (kein Vorverkauf, nur Abendkasse!)

Der Autor präsentiert seinen neuen Gedichtband.


Michael Zeller: "Falschspieler"

Donnerstag, 4. Februar 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: Haus der Sprache und Literatur - HSL
Ort: Adenauerallee 136, D-53113 Bonn
Preis: 7,- €/erm. 5,- € (Abendkasse: 1,- € Aufschlag)

F.C. Delius: "Die Frau für die ich den Computer erfand"

Montag, 25. Januar 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: Haus der Sprache und Literatur - HSL, Adenauerallee 136, D-53113 Bonn
Ort: Arithmeum, Lennéstraße 2, D-53113 Bonn
Preis: 8,- €/erm. 6,- € (Abendkasse: 1,- € Aufschlag)

Inge Jens: "Unvollständige Erinnerungen"

Dienstag, 2. Februar 2010, 19:30 Uhr
Veranstalter: Ortsverein BonnKöln der Deutschen Thomas Mann-Gesellschaft e.V.
Ort: Universitätsclub Bonn, Konviktstraße 9, D-53113 Bonn

Barbara Honigmann: "Das überirdische Licht. Die Rückkehr nach New York"

Montag, 1. Februar 2010, 19 Uhr
Veranstalter: Literaturkreis der Gedenkstätte Bonn e.V., GCJZ Bonn e.V., Deutsch-Israelische Gesellschaft Bonn e.V. - AG Bonn, Katholisches Bildungswerk Bonn, Buchhandlung Böttger
Ort: Universitätsclub Bonn e.V., Konviktstraße 9, D-53113 Bonn
Preis: - auf Einladung -

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren, wohin ihre Eltern aus dem Exil zurückgekehrt waren. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin, seit 1975 als freie Schriftstellerin und lebt heute in Straßburg. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem im Jahre 2000 mit dem Kleist-Preis. Barbara Honigmann wird aus ihrem Buch »Das überirdische Licht. Die Rückkehr nach New York« lesen und anschließend zum Gespräch zur Verfügung stehen.


Der Himmel ist kein Ort. Dieter Wellershoff stellt seinen neuen Roman vor.

Dienstag, 8. Dezember 2009, 20 Uhr
Veranstalter: Buchhandlung & Galerie Böttger
Ort: Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn
Preis: Eintritt: 8 € / 6 €

Hauptfigur ist ein evangelischer Pfarrer, der eines Nachts zu einem Unfallort gerufen wird. Ein Auto ist von der Straße abgekommen und in einen See gestürzt. Der Fahrer hat sich gerettet, seine Frau und sein Sohn werden leblos geborgen. Wie das geschehen konnte, ist unklar. Schon bald nimmt das angebliche Unglück unheimliche Züge an. Der Pfarrer hält trotzdem an der Unschuldsvermutung fest und bringt fast alle Gemeindemitglieder gegen sich auf.
Das ist der Ausgangspunkt einer sich ausweitenden Sinnkrise. Die Erfahrung einer abgründigen Vieldeutigkeit grieft auf immer neue Lebensbereiche über. Sie erfasst die religiösen Glaubensvorstellungen ebenso wie die Freundschaftsverhältnisse und das Verhältnis des Pfarrers zu seiner Kirche.
Dieter Wellershoff erzählt mit ausgeprägtem Gespür für Stimmungen und Gefühle, wie ein Mann, der in der Gewissheit einer sinnstiftenden Ordnung gelebt hat, an Grenzen gerät, an seine eigenen und an die einer Institution, deren Anspruch es ist, Orientierung zu bieten und Halt zu gewähren. Die szenische Spannung eines sich verselbständigenden Prozesses, die Stimmenvielfalt der darin verstrickten Figuren und die subtile Einfühlung in einen Menschen, der allmählich erkennen muss, dass er auf brüchigem Boden steht und damit zurechtkommen muss, machen diesen Roman zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis.

Dieter Wellershoff, 1925 in Neuss geboren, schreibt Romane, Erzählungen und Essays, Filmdrehbücher und Hörspiele.


Ihr sollt die Wahrheit erben. Anita Lasker-Wallfisch liest aus ihren Erinnerungen

Montag, 23. November 2009, 20 Uhr
Veranstalter: Buchhandlung & Galerie Böttger
Ort: Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn
Preis: Eintritt: 8 € / 5 €

»Ihr sollt die Wahrheit erben«
Anita Lasker-Wallfisch liest aus ihren Erinnerungen

Anita Lasker-Wallfisch, Mitbegründerin und langjähriges Mitglied des English Chamber Orchestra, gehörte zum »Mädchen Orchester« in Auschwitz. Ihre Lebenserinnerungen sind das eindrucksvolle Zeugnis eines deutsch-jüdischen Familienschicksals und eine sehr persönliche Chronik einer Überlebenden des Holocaust.
Die Autorin wird 1925 als dritte Tochter einer jüdischen Anwaltsfamilie in Breslau geboren. Den Eltern gelingt 1939 noch, die älteste Schwester nach England in Sicherheit zu bringen. Die beiden jüngeren Schwestern müssen jedoch in Breslau bleiben. 1942 werden die Eltern deportiert und ermordet. Die Schwestern arbeiten als Zwangsarbeiterinnen in einer Papierfabrik. Dort fälschen sie Pässe für französische Zwangsarbeiter, werden entdeckt und kommen 1943 voneinander getrennt nach Auschwitz, wo sie sich durch einen glücklichen Zufall wiederfinden. Die Autorin wird in die Lagerkapelle aufgenommen. Das rettet ihr und damit auch ihrer Schwester das Leben. Ende 1944 werden beide nach Bergen-Belsen transportiert, wo sie von englischen Truppen befreit werden.

Anita Lasker-Wallfisch: Ihr sollt die Wahrheit erben.
Die Cellistin von Auschwitz. Erinnerungen. Mit einem Vorwort von Klaus Harpprecht. 252 Seiten, Weidle-Verlag 1997 / Rowohlt-Verlag 2000.


Prof. Dr. Norbert Oellers: Schiller - Goethe: Der Briefwechsel

Dienstag, 17. November 2009, 20 Uhr
Veranstalter: Buchhandlung & Galerie Böttger
Ort: Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn
Preis: Eintritt: 5 € / 3 €

Professor Dr. Norbert Oellers
spricht über den Schiller-Goethe-Briefwechsel
und seine Arbeit an der Neuedition

1823 begann Goethe mit der Redaktion des Briefwechsels, den er in den Jahren 1794 bis 1805 mit Schiller geführt hatte; er bezeichnete ihn in einem Brief an seinen Verleger Cotta »als den größten Schatz den ich vielleicht besitze«, und fand in ihm »die schönsten Spuren unseres glücklichen und fruchtbaren Zusammenseyns« (an Wilhelm von Humboldt). 1828/29 veröffentlichte Goethe dieses einzigartige Dokument der klassischen deutschen Literatur, nicht ganz vollständig und nicht ohne Eingriffe in den Text. — 180 Jahre später, zu Schillers 250. Geburtstag, erscheint der Briefwechsel zum ersten Mal nach allen Regeln der Editionskunst: historisch-kritisch, exakt nach den überlieferten Handschriften, mit allen Varianten als Fußnoten zu den entsprechenden Textstellen. Der Kommentarband stellt die nötigen Informationen zu Personen, Werken und Ereignissen in verschiedenen Verzeichnissen und Registern sowie in einer Chronik der Freundschaft zwischen Goethe und Schiller bereit.

Schiller-Goethe. Der Briefwechsel. Herausgegeben und kommentiert von Norbert Oellers. 2 Bände (Text und Kommentar). Reclam 2009.

Norbert Oellers ist Professor em. für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bonn und seit 1991 alleiniger Herausgeber der Schiller-Nationalausgabe.


Ein Livländer in Weimar und Berlin. Garlieb Helwig Merkel (1769-1850) als Begründer des deutschen Feuilletons

Donnerstag, 17. Juni 2010, 20 Uhr
Veranstalter: Goethe-Gesellschaft Bonn e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel und der Buchhandlung Böttger
Ort: Buchhandlung & Galerie Böttger, Maximilianstraße 44, D-53111 Bonn

Lesung und Buchpräsentation
mit
Prof. Dr. Uwe Hentschel

(TU Chemnitz)

Unter Kennern der Literatur des 18. Jahrhunderts ist Merkel längst ein Geheimtip: Er gilt als (Mit-)Begründer des modernen Feuilletons im deutschsprachigen Raum. Die wohl wichtigsten Jahre seines Lebens verlebte er in Jena/Weimar und vor allem in Berlin, wo er als freier Autor und Herausgeber mehrerer Zeitschriften, wie den Briefen an ein Frauenzimmer und dem Freimüthigen, wirkungsmächtig seine Stimme erhob. Er war ein Aufklärer par excellence - ambitioniert, unabhängig und wissensdurstig. Ob seiner spitzen Feder wurde er gehasst und zugleich gesucht. Fichte bezeichnete ihn boshaft als »Nicolai den Zweiten«. Merkels Ziel war eine aufgeklärte Öffentlichkeit. Werke, die hierzu keinen Beitrag leisteten, verfielen seiner Kritik. Klassiker und Romantiker sahen sich von ihm gleichermaßen attackiert. Deren ästhetische Maßgaben waren nicht die seinen — doch ihre setzten sich durch. Merkel fiel in Ungnade. Verrufen als bornierter Kunstverächter verschwand er im Schattenreich der Literaturgeschichte — nahezu bis heute.

www.buchhandlung-boettger.de
 

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Ulla van Dalen - Gebrüder Remmel: Ein musikalisch-literarischer Crossover-Abend

Donnerstag, 25. September 2008, 19:30 Uhr
Veranstalter: Antiquarius, Volker Schliwa
Ort: Antiquarius Antiquariat & Bistro, Bonner Talweg 14, D-53113 Bonn, F 0228.9267940
Preis: 18,- € / ermäßigt 14,- €

Ulla van Dalen, die Soloharfenistin des WDR-Rundfunkorchesters, gilt nicht nur unter Fachleuten als »kreative Ausnahmemusikerin«. Sie begeistert ihre Zuhörer auch und gerade jenseits aller Klischees, die diesem »Engelsinstrument« häufig anhaften, durch ihr außerordentliches Spiel. Eigene Kreationen machen ihre Auftritte ebenso vielfältig und bunt wie die scheinbar mühelose Überwindung von (Musik-)Grenzen aus Klassik, Pop, Jazz oder Weltmusik und führen zu erstaunlichen »Metamorphosen«. West-östliche Grenzüberschreitungen waren auch Goethes Anliegen. Der Abend verbindet also himmlische Musik mit der musikalischen »Saite« berühmter Texte. Diese werden gelesen von Andreas und Paul Remmel, die als »Goethe-Zwillinge« und Verleger ausgewiesene Freunde des Klassikers sind. »Der Äolsharfe gleich, in Brüderspähren Wettgesang« - lassen Sie sich überraschen!

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Wi(e)der die Juden. Judentum und Antisemitismus in der Publizistik aus sieben Jahrhunderten

Mittwoch, 9. November 2005, 11 Uhr
Veranstalter: Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel
Ort: Foyer des Siegburger Stadtmuseums, Markt 46, D-53721 Siegburg
Preis: 5,- € / ermäßigt 3,- €

Die singulären, ungeheuerlichen Verbrechen der Nationalsozialisten verstellen oftmals den Blick auf die Tatsache, dass Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit tief in unsere Geschichte zurückreichen. Die Publizistik hat in ihrer Berichterstattung über Jahrhunderte hinweg, oftmals ein demütigendes, negatives Judenbild gezeichnet und so mit dazu beigetragen, den Boden für die Verbrechen des Dritten Reiches zu bereiten. Diese Entwicklung, von den frühen Flugblättern des Mittelalters bis hin zur Juden-Hetze des »Stürmer«, wird anhand beispielhafter Veröffentlichungen erläutert. Es wird ferner vorgetragen, wie die Jüdische Presse versucht hat, den Verleumdungen und der Judenfeindlichkeit zu begegnen. Der Autor steht - auch Wunsch - nach der Lesung für eine Führung durch die gleichnamige Ausstellung im Siegburger Stadtmuseum zur Verfügung.


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